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Die Geschichte des Remstalers

Der 1973 gegründete Verein „Münzenfreunde Unteres Remstal“ hatte sich 2007 in „Münzenfreunde Rems“ umbenannt.

Dies sollte mit einer Regionalgeldausgabe gefeiert werden, die drei bereits verstorbene Gründungsmitglieder des Vereins feiern sollte.

Der Grafiker und Security-Printer Andreas Hellkamp hatte die Scheine zu 1, 2 und 5 Euro bereits fertig gestaltet, als von der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank der erhobene Finger kam. Mit einem Bußgeld in 5-stelliger Höhe wurde gedroht, wenn die Euro-Scheine ungenehmigt in Umlauf gebracht werden.

Ein Dorn im Auge dürfte der EZB auch die hohe Qualität der Scheine gewesen sein, die mit zahlreichen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet waren, die wir auch bei echten Banknoten vorfinden.

Der Fall sorgte Deutschlandweit für Aufmerksamkeit in der Presse, selbst die Landesschau brachte einen längeren Bericht.

Was nun anstand, war ein langwieriges Genehmigungsverfahren bei der EZB. Alle am EURO beteiligten Nationen müssten der Genehmigung zustimmen, das Veto einer einzigen Nation reicht aus, dass keine Genehmigung erteilt wird.

Die Krisensitzung des Vereinsvorstands brachte jedoch das Ergebnis, dass man kein Genehmigungsverfahren einleitet. Jürgen Klotz, Dieter Beneld und die weiteren Vorstandsmitglieder waren der Meinung, dass man einfach auf den EURO pfeifen sollte und stattdessen eine eigene Währung wählt, mit der sich die Region identifizieren kann.

Wir nennen die Währung einfach „Remstaler“ ! Dies hatte auch den Vorteil, dass die Genehmigung der EZB nicht mehr erforderlich war, lediglich von der Deutschen Bundesbank.

Dort wurden dann die fertigen Remstaler zur Prüfung eingereicht. Wenige Wochen später erteilte die Deutsche Bundesbank die Genehmigung, die Remstaler in Umlauf setzen zu können.

Eigentlich sollte die Ausgabe eine einmalige Sache sein, doch zwischenzeitlich hatten die Scheine in der Bevölkerung und unter Sammlern ein großes Interesse geweckt.

Der Vorstand war sich nun sicher, dass dies keine einmalige Sache bleiben darf und erarbeitet ein Konzept, das vorsah, alle 1 – 2 Jahre eine Serie mit 4 Scheinen herauszugeben, welche verstorbene Persönlichkeiten aus Kreis und Region ehren und deren Geschichte aufleben lassen sollte. So wurde bereits die Serie 2007 mit einem 10-Remstaler-Schein erweitert, der die Geschichte Björn Steigers erzählte. Sein Tod und die Stiftung, die seine Eltern daraufhin gründeten, reformierten das Rettungswesen bundesweit.

 

Es folgten Remstaler-Serien in den Jahren 2008, 2009, 2010, 2011, 2013, 2015, die viele Persönlichkeiten wie den 1984 verunglückten Waiblinger Rennfahrer Manfred Winkelhock, den Musiker Wolle Kriwanek, Politikerinnen wie Anna Haag oder Annemarie Griesinger, den Politiker Helmut Palmer oder in der letzten Serie auch Hermann Scheer zeigten.

Auch die Geschichten von weniger bekannten Personen wurden regelmäßig aufgegriffen. So z.B. die des Schorndorfer Polizisten Albert Hieber, der einen Tag vor seiner Hochzeit im Dienst von einem Einbrecher angeschossen wurde, später im Schorndorfer Krankenhaus seinen Verletzungen erlag und seine Braut den Brautstrauß nur noch in den Sarg legen konnte.

 

Immer wieder interessante Themen und Personen werden aufgegriffen, z.B. die des ersten Gastarbeiters Winnendens, oder das Schicksal der drei französischen Zwangsarbeitern, die noch kurz vor Kriegsende in Fellbach erschossen wurden.

 

2017 feierten wir „10 Jahre REMSTALER" mit einem 10 Remstaler-Jubiläums-Schein über den Sie im nächsten REMSTALER-Magazin lesen können.